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Startup Break-Even berechnen: Wann wird dein Startup profitabel?Ratgeber

Startup Break-Even berechnen: Wann wird dein Startup profitabel?

Fixkosten, variable Kosten, Runway und Unit Economics — alles was du brauchst, um deinen Break-Even-Point zu berechnen.

15 Min. Lesezeit

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Der Break-Even-Point ist der Zeitpunkt, ab dem dein Startup mehr Umsatz generiert als es an Kosten verursacht — also der Punkt, an dem du profitabel wirst. Genauer gesagt: Der monatliche Gewinn (Umsatz minus Fixkosten minus variable Kosten minus Kundengewinnungskosten) wird erstmals positiv. Bei SaaS-Startups liegt der Break-Even typischerweise bei 12–24 Monaten, bei kapitalintensiveren Modellen kann es deutlich länger dauern.

Die Burn Rate ist der Betrag, den dein Startup monatlich verliert. Es gibt zwei Varianten: Gross Burn Rate = alle monatlichen Ausgaben (Gehälter + Miete + Tools + Marketing + sonstige Fixkosten). Net Burn Rate = Gross Burn minus eingehende Umsätze. Die Net Burn Rate ist die relevantere Kennzahl, da sie zeigt, wie viel Kapital du tatsächlich pro Monat verbrauchst. Runway = Startkapital / Net Burn Rate = Anzahl Monate bis das Geld ausgeht.

Als Faustregel gilt: Ein LTV:CAC Verhältnis von mindestens 3:1 ist das Ziel für ein gesundes SaaS-Business. Das bedeutet, dass jeder Kunde über seine Lebenszeit mindestens dreimal so viel einbringt, wie er in der Akquise gekostet hat. Ein Verhältnis unter 1:1 bedeutet, dass du mehr für Kunden ausgibst als sie einbringen — ein klares Warnsignal. Über 5:1 deutet darauf hin, dass du zu wenig in Wachstum investierst und schneller skalieren könntest.

Das hängt stark vom Geschäftsmodell, der Burn Rate und dem Wachstum ab. Bootstrapped SaaS-Startups mit niedrigen Kosten können innerhalb von 6–12 Monaten profitabel sein. VC-finanzierte Startups priorisieren oft Wachstum über Profitabilität und werden bewusst erst nach 3–5 Jahren profitabel. E-Commerce-Startups mit hohen variablen Kosten (COGS 40–60 %) brauchen typischerweise höhere Umsätze für den Break-Even. Unser Rechner zeigt dir genau, wann dein Modell den Break-Even erreicht.

Unit Economics beschreiben die Wirtschaftlichkeit deines Geschäftsmodells auf Ebene einer einzelnen Einheit — typischerweise pro Kunde oder pro Transaktion. Die wichtigsten Kennzahlen sind: Contribution Margin (Deckungsbeitrag) = Umsatz pro Einheit minus variable Kosten. Customer Lifetime Value (LTV) = Gesamtumsatz pro Kunde über seine gesamte Nutzungsdauer. Customer Acquisition Cost (CAC) = Gesamtkosten für Marketing und Vertrieb geteilt durch Anzahl neuer Kunden. Positive Unit Economics bedeuten: Jeder zusätzliche Kunde bringt mehr ein als er kostet.

Die Faustregel: Mindestens 12–18 Monate Runway nach jeder Finanzierungsrunde. Weniger als 6 Monate Runway ist eine Alarmstufe — du musst sofort entweder Kosten senken oder Funding aufnehmen. Fundraising selbst dauert typischerweise 3–6 Monate, daher solltest du die nächste Runde starten, wenn du noch 9–12 Monate Runway hast. Bootstrapped Startups sollten genug Kapital für mindestens 12 Monate ohne Umsatz haben oder einen alternativen Einkommensstrom (z.B. Freelancing neben dem Startup).

Customer Churn bezeichnet den Anteil der Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum abwandern bzw. ihr Abo kündigen. Eine monatliche Churn Rate von 5 % klingt harmlos, bedeutet aber: In 12 Monaten verlierst du 46 % deiner Kunden (1 - 0,95^12). Bei 10 % monatlicher Churn sind es sogar 72 %. Jeder verlorene Kunde muss durch einen neuen ersetzt werden, bevor du überhaupt wachsen kannst. Deshalb ist Churn-Reduktion oft wichtiger als mehr Marketing — ein Product-Market-Fit-Problem löst man nicht durch mehr Werbung.

Der LTV berechnet sich je nach Geschäftsmodell unterschiedlich: Für SaaS/Abo-Modelle: LTV = Durchschnittlicher Umsatz pro Kunde pro Monat (nach Abzug variabler Kosten) geteilt durch die monatliche Churn Rate. Beispiel: 50 € Marge/Monat bei 5 % Churn = LTV von 1.000 €. Für Einmalkauf (E-Commerce): LTV = Durchschnittlicher Bestellwert × Kaufhäufigkeit × durchschnittliche Kundendauer. Bei Marketplace/Provision: LTV = Durchschnittliche Provision pro Transaktion × Transaktionsfrequenz / Churn Rate.

Die Gründungskosten hängen stark von der Rechtsform ab: UG (haftungsbeschränkt): Ab ca. 500–1.000 € (Notar, Handelsregister, Gewerbeanmeldung). GmbH: Ca. 2.500–5.000 € (25.000 € Stammkapital erforderlich, davon mind. 12.500 € bei Gründung einzuzahlen, plus Notar und Registrierung). GbR/Freiberufler: Nahezu kostenlos (nur Gewerbeanmeldung bzw. Finanzamtregistrierung). Dazu kommen laufende Kosten: Steuerberater (200–500 €/Monat), Hosting/Tools (100–500 €/Monat), Geschäftsadresse, Versicherungen und ggf. Domain und Markenregistrierung.

Der ideale Zeitpunkt für Fundraising hängt von deiner Situation ab: Pre-Seed (Idee + Team): Wenn du ein starkes Team hast und einen klaren Marktbedarf identifiziert hast, aber Kapital für den MVP brauchst. Typisch: 50.000–500.000 €. Seed (Erste Traktion): Wenn du ein funktionierendes Produkt hast, erste zahlende Kunden und positive Signale für Product-Market-Fit. Typisch: 500.000–2 Mio. €. Series A (Skalierung): Wenn du bewiesen hast, dass dein Modell funktioniert und du Kapital brauchst, um schneller zu wachsen. Typisch: 2–10 Mio. €. Bootstrapping ist eine valide Alternative, wenn dein Geschäftsmodell schnell Cashflow generiert.