585er oder 750er Gold: Unterschied, Wert und was sich lohnt

Redaktion
5 Min. Lesezeit
2026-09-24
585er oder 750er Gold: Unterschied, Wert und was sich lohnt

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585er oder 750er Gold: Was ist der Unterschied?

Wer Schmuck kauft, erbt oder verkaufen möchte, stößt fast immer auf zwei Zahlen: 585 und 750. Beide stehen für echtes Gold, und beide sind in Deutschland weit verbreitet. Trotzdem unterscheiden sie sich deutlich in Goldanteil, Farbe, Haltbarkeit und vor allem im Wert. Dieser Beitrag erklärt die Unterschiede und zeigt, was das für den Verkauf bedeutet. Ihre eigenen Stücke rechnen Sie im Goldwert-Rechner nach.

Goldanteil: 58,5 % gegen 75 %

Die Zahl im Stempel nennt den Feingehalt in Tausendstel. 585er Gold besteht zu 58,5 % aus reinem Gold, das entspricht 14 Karat. 750er Gold enthält 75 % Feingold und entspricht 18 Karat. Der Rest ist eine Legierung aus Metallen wie Silber, Kupfer, Zink oder Palladium.

Für den Materialwert ist nur der Feingoldanteil entscheidend. Ein Gramm 750er Gold enthält 0,75 g Feingold, ein Gramm 585er Gold 0,585 g. Das 750er Gold ist also rund 28 % mehr wert, bei gleichem Gewicht.

Ein Rechenbeispiel

Nehmen wir eine Kette mit 12 Gramm und den Beispielkurs von 120 € pro Gramm Feingold (Stand 24.09.2026):

1. Als 585er Gold: 12 × 0,585 = 7,02 g Feingold, Materialwert 842,40 €.

2. Als 750er Gold: 12 × 0,75 = 9 g Feingold, Materialwert 1.080 €.

Der Unterschied beträgt knapp 240 €. Nach einem Ankaufsabschlag von 15 % bleiben beim 585er Stück rund 716 €, beim 750er Stück 918 €. Schon ein falsch gelesener Stempel kann also viel Geld kosten.

Farbe und Optik

750er Gold hat durch den höheren Goldanteil einen satteren, wärmeren Gelbton. 585er Gold wirkt etwas heller und je nach Legierung leicht rötlich oder blasser. Bei Weiß- und Rotgold bestimmen die Beimischungen die Farbe stärker: Rotgold enthält mehr Kupfer, Weißgold oft Palladium oder Silber und wird zusätzlich rhodiniert. Am Farbton allein lässt sich der Feingehalt deshalb nicht sicher erkennen. Verlassen Sie sich auf den Stempel oder eine Prüfung.

Härte und Alltagstauglichkeit

Reines Gold ist sehr weich. Je mehr Legierungsmetalle darin stecken, desto härter und kratzfester wird es. 585er Gold ist deshalb robuster und für Ringe, die täglich getragen werden, gut geeignet. 750er Gold ist etwas empfindlicher, zeigt Kratzer schneller und wird eher bei hochwertigem Schmuck, Uhren und Juwelierarbeiten verwendet. Für den Materialwert spielt das keine Rolle, für den Zustand eines Stücks beim Verkauf schon: Stark abgenutzte Stücke haben manchmal etwas Gewicht verloren.

Preis beim Kauf, Wert beim Verkauf

Beim Kauf im Fachhandel zahlen Sie für Design, Verarbeitung, Handelsspanne und Umsatzsteuer. Der Preis liegt deshalb oft weit über dem Materialwert. Beim Verkauf an einen Ankäufer zählt dagegen fast ausschließlich das Metall. Das gilt für 585er und 750er Gold gleichermaßen. Ein Ring, der für 800 € gekauft wurde, bringt beim Ankauf manchmal nur ein Drittel davon.

Eine Ausnahme sind hochwertige Designerstücke, antiker Schmuck oder Stücke mit wertvollen Steinen. Hier kann ein Verkauf als Schmuckstück, etwa über einen Juwelier oder privat, mehr bringen als der Metallwert. Lassen Sie solche Stücke vorher schätzen.

Was ist mit 333er Gold?

333er Gold (8 Karat) enthält nur ein Drittel Feingold und ist deshalb deutlich weniger wert: Beim Beispielkurs sind es knapp 40 € pro Gramm Materialwert, gegenüber 70,20 € bei 585er und 90 € bei 750er Gold. 333er Gold ist günstig in der Anschaffung, läuft aber leichter an. Beim Ankauf fällt der Abschlag bei solchen Stücken prozentual oft höher aus, weil die Aufbereitung aufwendiger ist.

Fazit

750er Gold enthält gut ein Viertel mehr Feingold als 585er Gold und ist entsprechend mehr wert. 585er Gold ist dafür härter und alltagstauglicher. Für den Verkauf zählt allein der Feingoldanteil. Prüfen Sie den Stempel, wiegen Sie genau und vergleichen Sie Angebote. Wie Sie den Wert Schritt für Schritt berechnen, erklärt der Ratgeber Goldwert berechnen.

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