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zvE erklärt: Warum Ihr Bruttolohn nicht über die Prämie entscheidet

Redaktion
7 Min. Lesezeit
2026-07-02
zvE erklärt: Warum Ihr Bruttolohn nicht über die Prämie entscheidet

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Der teuerste Denkfehler bei der E-Auto-Prämie

Viele Interessenten winken bei der neuen E-Auto-Förderung sofort ab: "Ich verdiene über 60.000 Euro, für mich gibt es also nichts." Das ist in den meisten Fällen ein Trugschluss. Denn die Einkommensgrenzen der Prämie beziehen sich nicht auf den Bruttolohn, sondern auf das zu versteuernde Einkommen — und das ist eine ganz andere, deutlich kleinere Zahl.

Wer diesen Unterschied kennt, stellt oft fest, dass er doch antragsberechtigt ist oder sogar den vollen Einkommensbonus bekommt. Am schnellsten prüfen Sie das mit dem <a href="/eauto-praemie-rechner">E-Auto-Prämien-Rechner</a>: Tragen Sie Ihr zu versteuerndes Einkommen ein — nicht Ihr Brutto — und Sie sehen sofort, ob und wie viel Förderung möglich ist.

Was ist das zu versteuernde Einkommen?

Das zu versteuernde Einkommen (kurz zvE) ist die Bemessungsgrundlage für Ihre Einkommensteuer. Es entsteht am Ende einer mehrstufigen Rechnung, die das Finanzamt bei der Steuererklärung durchführt. Vereinfacht gesagt: Vom Bruttoarbeitslohn werden nach und nach verschiedene Beträge abgezogen, bis das zvE übrig bleibt. Auf genau diese Zahl wird dann der Steuersatz angewendet.

Die wichtigsten Abzugsposten sind Werbungskosten (etwa Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildung), Sonderausgaben (zum Beispiel Altersvorsorgebeiträge, Spenden, Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen sowie diverse Freibeträge. Bei Familien kommt der Kinderfreibetrag hinzu, sofern er günstiger ist als das Kindergeld.

Wie groß ist der Unterschied zum Brutto?

Als grobe Faustregel liegt das zu versteuernde Einkommen oft rund 20 bis 30 Prozent unter dem Bruttojahreslohn. Der genaue Abstand hängt stark von der individuellen Situation ab — von den Sozialversicherungsbeiträgen, dem Familienstand und davon, wie konsequent absetzbare Ausgaben geltend gemacht werden.

Ein Beispiel zur Orientierung: Ein Angestellter mit 70.000 Euro Bruttojahreslohn kommt nach Abzug von Vorsorgeaufwendungen, Werbungskosten und Freibeträgen nicht selten auf ein zu versteuerndes Einkommen um die 50.000 Euro. Damit läge er nicht nur unter der Antragsgrenze von 80.000 Euro, sondern sogar unter der 60.000-Euro-Schwelle für den vollen Einkommensbonus — obwohl das Brutto auf den ersten Blick zu hoch wirkte.

Die zwei Schwellen der Prämie

Für die Förderung sind zwei Grenzen des zu versteuernden Einkommens entscheidend. Die erste liegt bei 60.000 Euro: Bleiben Sie darunter, gibt es den Einkommensbonus von 1.000 Euro obendrauf. Die zweite ist die Antragsgrenze bei 80.000 Euro, die je Kind unter 18 um 5.000 Euro steigt (maximal zwei Kinder, also bis 90.000 Euro). Wer darüber liegt, ist von der Förderung ausgeschlossen.

Beide Schwellen beziehen sich auf dasselbe zvE. Es lohnt sich deshalb doppelt, den eigenen Wert genau zu kennen, statt mit dem Brutto zu rechnen.

Wo finde ich mein zvE?

Den exakten Wert lesen Sie in Ihrem letzten Einkommensteuerbescheid ab. Dort steht ausdrücklich die Zeile "zu versteuerndes Einkommen". Haben Sie noch keinen aktuellen Bescheid, können Sie den Wert mit einer Steuersoftware oder einem Brutto-Netto-Ansatz schätzen. Wichtig ist, dass Sie für den Prämien-Rechner diese Zahl verwenden und nicht das Bruttogehalt aus dem Arbeitsvertrag.

Freibeträge gezielt nutzen

Wer knapp über einer der Schwellen liegt, kann unter Umständen mit legalen Gestaltungen darunter rutschen. Höhere Einzahlungen in die Altersvorsorge, das konsequente Absetzen von Werbungskosten oder Sonderausgaben senken das zu versteuernde Einkommen. Solche Entscheidungen sollten allerdings nie allein wegen einer Prämie getroffen werden — sie müssen auch sonst zu Ihrer finanziellen Planung passen. Im Zweifel hilft eine Steuerberatung weiter.

Fazit

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Bruttogehalt täuschen. Für die E-Auto-Prämie zählt allein das zu versteuernde Einkommen, das meist deutlich niedriger liegt. Prüfen Sie Ihren tatsächlichen Wert im Steuerbescheid und geben Sie ihn in den <a href="/eauto-praemie-rechner">Prämien-Rechner</a> ein — die Chance, dass Sie mehr Förderung bekommen als gedacht, ist größer, als viele annehmen.

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