Bevor du anfängst: Vorabcheck
Bevor Sie den Antrag stellen, prüfen Sie mit unserem Wohngeld-Rechner, ob Sie voraussichtlich Anspruch haben. So vermeiden Sie unnötige Arbeit, falls Ihr Einkommen deutlich über den Grenzen liegt. Der Rechner gibt Ihnen auch eine Einschätzung, wie hoch Ihr Wohngeld ausfallen könnte.
Schritt 1: Zuständige Wohngeldstelle finden
Die Wohngeldstelle ist je nach Kommune unterschiedlich organisiert. In Großstädten ist sie oft beim Amt für Wohnungswesen oder Sozialamt angesiedelt, in kleineren Gemeinden beim Bürgeramt oder Landratsamt. Suchen Sie im Internet nach 'Wohngeldstelle' plus Ihrem Wohnort, oder fragen Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach. Viele Kommunen bieten inzwischen auch Online-Anträge an.
Schritt 2: Antragsformular besorgen
Das Wohngeld-Antragsformular erhalten Sie bei der Wohngeldstelle vor Ort, oft auch als Download auf der Website Ihrer Kommune oder Ihres Bundeslandes. Es gibt zwei verschiedene Formulare: den Mietzuschuss-Antrag für Mieter und den Lastenzuschuss-Antrag für Eigentümer. Füllen Sie alle Felder sorgfältig aus und lassen Sie nichts leer.
Schritt 3: Unterlagen zusammenstellen
Checkliste der benötigten Dokumente:
Personalausweis oder Reisepass aller Haushaltsmitglieder, aktueller Mietvertrag mit Angabe der Kaltmiete und Nebenkosten, Einkommensnachweise aller Haushaltsmitglieder der letzten 3 Monate (Lohnabrechnungen, Rentenbescheid, BAföG-Bescheid, Steuerbescheid bei Selbstständigen), Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Nachweis über Vermögenswerte (Sparbuch, Depot-Auszüge), Meldebescheinigung, gegebenenfalls Schwerbehindertenausweis, Bescheinigung über Alleinerziehend-Status und Nachweis über Ausbildung der Kinder.
Schritt 4: Antrag einreichen
Reichen Sie den vollständigen Antrag mit allen Unterlagen bei Ihrer Wohngeldstelle ein. Dies kann persönlich, per Post oder zunehmend auch online erfolgen. Wichtig: Notieren Sie sich das Datum der Antragstellung, denn das Wohngeld wird ab diesem Monat gewährt. Lassen Sie sich den Eingang schriftlich bestätigen.
Schritt 5: Rückfragen beantworten
Nach der Antragstellung prüft die Wohngeldstelle Ihre Angaben. Häufig werden zusätzliche Unterlagen angefordert oder es gibt Rückfragen. Reagieren Sie möglichst schnell auf solche Nachfragen, damit sich die Bearbeitung nicht verzögert. Bei Unklarheiten können Sie auch persönlich bei der Wohngeldstelle vorsprechen.
Schritt 6: Bescheid erhalten
Nach 3 bis 6 Wochen (in Ballungsräumen auch länger) erhalten Sie den Wohngeldbescheid. Dieser enthält die Höhe des bewilligten Wohngeldes, den Bewilligungszeitraum (meist 12 Monate) und die Berechnungsgrundlagen. Prüfen Sie den Bescheid sorgfältig. Bei Fehlern können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen.
Schritt 7: Weiterleistungsantrag nicht vergessen
Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel 12 Monate. Etwa zwei Monate vor Ablauf sollten Sie den Weiterleistungsantrag stellen, um eine lückenlose Zahlung sicherzustellen. Halten Sie aktualisierte Einkommensnachweise bereit. Die Wohngeldstelle erinnert meist schriftlich an den Ablauf.
Tipps für einen reibungslosen Antrag
Stellen Sie den Antrag so früh wie möglich, auch wenn noch nicht alle Unterlagen komplett sind. Reichen Sie fehlende Dokumente nach. Kopieren Sie alle eingereichten Unterlagen für Ihre eigenen Akten. Fragen Sie bei Unsicherheiten direkt bei der Wohngeldstelle nach. Nutzen Sie Beratungsangebote von Mietervereinen, Sozialverbänden oder der kommunalen Sozialberatung, falls Sie Hilfe beim Ausfüllen benötigen.
