Euro in Franken: Was Sie beim Umtausch für die Schweiz wissen sollten

Redaktion
5 Min. Lesezeit
2026-09-24
Euro in Franken: Was Sie beim Umtausch für die Schweiz wissen sollten

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Der Franken: klein, stark und begehrt

Die Schweiz gehört weder zur EU noch zum Euroraum. Ihre Währung ist der Schweizer Franken, abgekürzt CHF. Ein Franken hat 100 Rappen. Auch Liechtenstein nutzt den Franken als offizielle Währung. Am 24. September 2026 lag der EZB-Referenzkurs bei 0,9409. Für einen Euro bekamen Sie also knapp 0,94 Franken, ein Franken war umgerechnet etwa 1,0628 € wert.

Anders als bei vielen anderen Währungen ist der Franken damit mehr wert als der Euro. Das verwirrt beim Umrechnen: Wer 100 € tauscht, bekommt weniger als 100 Franken. Den aktuellen Kurs zeigt Ihnen der Währungsrechner für Euro in Franken.

Warum der Franken so stark ist

Der Franken gilt als sicherer Hafen. In unsicheren Zeiten legen Anleger aus aller Welt ihr Geld gern in Franken an, was die Währung stärkt. Die Schweizerische Nationalbank versucht zwar, eine zu starke Aufwertung zu bremsen, weil sie der Exportwirtschaft schadet. Von 2011 bis Januar 2015 galt sogar ein Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro. Als die Nationalbank ihn am 15. Januar 2015 aufhob, sprang der Franken innerhalb von Minuten stark nach oben.

Seit einigen Jahren liegt der Kurs meist unter der Parität, ein Franken ist also mehr wert als ein Euro. In den 90 Tagen vor dem 24. September 2026 bewegte sich der Kurs zwischen 0,9190 am 3. Juli und 0,9466 am 17. September. Die Schwankungen sind im Vergleich zu vielen anderen Währungen eher gering.

So rechnen Sie Franken in Euro um

Weil der Kurs unter 1 liegt, gilt eine einfache Faustregel: Ein Franken-Preis in Euro ist etwas höher als die Zahl auf dem Schild. Rechnen Sie grob sechs Prozent dazu. Ein Kaffee für 5,50 Franken kostet dann rund 5,85 €, ein Bahnticket für 64 Franken etwa 68 €. Genau: Franken ÷ 0,9409 = Euro.

Mit Euro in der Schweiz bezahlen?

In vielen Geschäften, Hotels und an Bahnhofsschaltern der Schweiz können Sie auch mit Euro-Banknoten bezahlen. Das Wechselgeld bekommen Sie aber meist in Franken, und der verwendete Kurs ist oft gerundet und ungünstig. Wer so regelmäßig bezahlt, verschenkt schnell einige Prozent.

Günstiger ist die Kartenzahlung in Franken. Achten Sie auch hier darauf, am Terminal Franken und nicht Euro zu wählen. Bei einer Umrechnung in Euro direkt am Terminal nutzt der Betreiber einen eigenen Kurs mit Aufschlag. Da der Franken keine EU-Währung ist, gelten die EU-Regeln zur Offenlegung des Aufschlags hier nicht in vollem Umfang. Ein Blick in das Preisverzeichnis Ihrer Karte zeigt, welches Entgelt für Zahlungen in Fremdwährung anfällt. Wie Sie den Aufschlag nachrechnen, erfahren Sie im Beitrag Wechselkurs-Aufschlag bei Karte und Bargeld.

Wenig Bargeld mitnehmen

In der Schweiz wird inzwischen fast überall mit Karte oder Smartphone bezahlt. Etwas Bargeld in Franken ist für kleine Beträge, Automaten in den Bergen oder das Trinkgeld aber praktisch. Tauschen Sie dafür nur kleine Beträge und am besten nicht an Flughafen-Wechselstuben, deren Kurse oft deutlich unter dem Referenzkurs liegen.

Hohe Preise trotz starkem Franken einplanen

Der starke Franken ist nur die halbe Wahrheit. Auch die Preise in der Schweiz liegen deutlich über dem deutschen Niveau, etwa für Restaurants, Unterkünfte und Lebensmittel. Wer einen Urlaub plant oder über einen Umzug nachdenkt, sollte beide Effekte zusammen betrachten. Einen Preisvergleich finden Sie im Lebenshaltungskosten-Rechner.

Für Grenzgänger: Kursschwankungen im Blick behalten

Wer in Deutschland wohnt und in der Schweiz arbeitet, bekommt sein Gehalt in Franken, bezahlt aber Miete und Einkäufe in Euro. Jede Kursbewegung wirkt sich damit direkt auf das verfügbare Einkommen aus. Steigt der Franken um 3 %, steigt das Gehalt in Euro gerechnet um denselben Prozentsatz. Wie sich eine Kursänderung in Prozent auswirkt, lässt sich mit dem Prozentrechner schnell nachvollziehen.

Kurz zusammengefasst

1. 1 € entsprach am 24.09.2026 rund 0,94 Franken, 1 Franken etwa 1,06 €.

2. Faustregel: Franken-Preis plus rund 6 % ergibt den Euro-Preis.

3. Mit Euro-Scheinen zahlen ist möglich, aber meist ungünstig.

4. Karte in Franken belasten lassen, nicht am Terminal in Euro umrechnen.

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