Taupunkt- & Luftfeuchte-Rechner

Berechnen Sie Taupunkt und absolute Luftfeuchte Ihrer Raumluft, prüfen Sie das Schimmelrisiko an der Außenwand und finden Sie heraus, ob sich Lüften gerade lohnt.

100 % kostenlosKeine Daten gespeichertMagnus-Formel & DIN 4108-2

Raumluft

°C
%

Außenluft

°C
%

Außenwand

Oberflächentemperatur der Wand

Die Schätzung gilt für die ungestörte Wandfläche. In Raumecken, an Fensterlaibungen und hinter Schränken ist es oft deutlich kälter — messen Sie dort im Zweifel nach.

Taupunkt der Raumluft

9,3 °C

20,0 °C · 50 % — Kühlt eine Oberfläche auf diese Temperatur ab, schlägt sich dort Wasser nieder.

Absolute Feuchte

8,6 g/m³

Max. Feuchte bei Raumtemperatur

17,2 g/m³

Die Luftfeuchte liegt im empfohlenen Bereich von 40–60 %. Empfehlung des Umweltbundesamts: 40–60 % relative Luftfeuchte.

Schimmelrisiko an der Außenwand

Erhöhtes Risiko

Die Oberflächenfeuchte liegt zwischen 70 und 80 %. Noch unter dem Schimmelkriterium, aber mit wenig Reserve — Ecken und Stellen hinter Möbeln können bereits kritisch sein.

Oberflächentemperatur

14,0 °C

Feuchte an der Oberfläche

73 %

Schimmelkritische Oberflächentemperatur

12,6 °C

80 % Feuchte an der Oberfläche

Max. Raumluftfeuchte für diese Wand

55 %

Bis zu dieser relativen Luftfeuchte bleibt die Wandoberfläche unter 80 %.

Temperaturfaktor fRsi

0,70

mind. 0,70 nach DIN 4108-2

Nötig bei Ihren Werten

≥ 0,63

Lüften: Lohnt es sich gerade?

Ja, Lüften trocknet die Raumluft

Jeder Kubikmeter ausgetauschte Luft führt rund 4,8 g Wasser nach draußen. Kurz und kräftig stoßlüften ist jetzt effektiv.

Innen

8,6 g/m³

20,0 °C · 50 %

Außen

4,1 g/m³

Taupunkt außen: -2,2 °C

Außenluft erwärmt auf Raumtemperatur

3,8 g/m³

rel. Feuchte nach Erwärmung: 22 %

Taupunkt- und Schimmelgrenzkurve

Bei 20,0 °C: Sinkt die Wandtemperatur unter die orange Linie, wird es an der Oberfläche schimmelkritisch; unter der blauen Linie bildet sich Tauwasser.

Taupunkt-Tabelle

Taupunkt in °C je nach Raumtemperatur und relativer Luftfeuchte (Magnus-Formel).

Raumtemperatur40 %50 %60 %70 %
16 °C2,4 °C5,6 °C8,2 °C10,5 °C
18 °C4,2 °C7,4 °C10,1 °C12,4 °C
20 °C6,0 °C9,3 °C12,0 °C14,4 °C
22 °C7,8 °C11,1 °C13,9 °C16,3 °C
24 °C9,6 °C12,9 °C15,8 °C18,2 °C

Berechnungsgrundlagen & Hinweise

  • Sättigungsdampfdruck nach der Magnus-Formel über Wasser mit den Koeffizienten nach Sonntag (1990): E = 6,112 hPa · exp(17,62 · T / (243,12 + T)), wie im WMO-Guide (WMO-No. 8) und beim DWD verwendet. Gültig etwa von −45 bis +60 °C. Absolute Feuchte über die Gasgleichung mit R = 461,5 J/(kg·K).
  • Schimmelkriterium nach DIN 4108-2: Die relative Feuchte an der Bauteiloberfläche soll unter 80 % bleiben. Im Nachweis gilt dafür bei 20 °C / 50 % innen und −5 °C außen ein Temperaturfaktor fRsi ≥ 0,70, also eine Oberflächentemperatur von mindestens 12,6 °C.
  • Die Oberflächentemperatur aus dem U-Wert ist eine eindimensionale, stationäre Schätzung mit Rsi = 0,25 m²·K/W. Wärmebrücken, Ecken, Möbel vor der Wand und schwankende Temperaturen sind nicht berücksichtigt.
  • Der Rechner ersetzt keine Begutachtung durch Fachleute. Bei sichtbarem Schimmel, muffigem Geruch oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich an Fachleute bzw. Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

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Taupunkt berechnen: Formel, Tabelle und was er über Schimmelgefahr verrät

Was der Taupunkt ist, wie Sie ihn mit der Magnus-Formel berechnen, was absolute und relative Luftfeuchte unterscheidet und warum kalte Wände ab 80 % Oberflächenfeuchte schimmeln können.

2026-09-249 Min. Lesezeit

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Häufig gestellte Fragen

Mit der Magnus-Formel. Zuerst bestimmen Sie den Sättigungsdampfdruck E = 6,112 hPa · exp(17,62 · T / (243,12 + T)) und multiplizieren ihn mit der relativen Luftfeuchte. Den Taupunkt erhalten Sie, indem Sie die Formel nach der Temperatur umstellen: Taupunkt = 243,12 · γ / (17,62 − γ) mit γ = ln(rF/100) + 17,62 · T / (243,12 + T). Bei 20 °C und 50 % ergibt das rund 9,3 °C, bei 20 °C und 60 % rund 12,0 °C.

Entscheidend ist nicht die Raumluftfeuchte, sondern die Feuchte direkt an der Wandoberfläche. Liegt sie über mehrere Tage bei 80 % oder mehr, können Schimmelpilze wachsen — das ist das Kriterium der DIN 4108-2. Bei 20 °C und 50 % Raumluftfeuchte wird diese Grenze erreicht, sobald die Wand kälter als etwa 12,6 °C ist. Bei 60 % Raumluftfeuchte liegt die Grenze schon bei rund 15,5 °C.

Das Umweltbundesamt empfiehlt eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und 60 %. In der Heizperiode und bei schlecht gedämmten Außenwänden ist der untere Teil dieses Bereichs sicherer, weil die Wandoberflächen kälter sind. Ob Ihre Wand bei Ihrer Luftfeuchte kritisch wird, zeigt der Rechner über die maximale Raumluftfeuchte für Ihre Wand.

Die absolute Luftfeuchte gibt an, wie viel Wasserdampf tatsächlich in der Luft ist, meist in Gramm pro Kubikmeter. Die relative Luftfeuchte setzt diese Menge ins Verhältnis zur maximal möglichen Menge bei der jeweiligen Temperatur. Luft mit 20 °C kann rund 17,2 g/m³ aufnehmen, Luft mit 0 °C nur etwa 4,8 g/m³. Deshalb steigt die relative Feuchte, wenn Luft abkühlt, obwohl die Wassermenge gleich bleibt.

Im Winter meistens ja. Kalte Außenluft enthält selbst bei 90 % relativer Feuchte nur wenig Wasser. Wird sie im Raum auf 20 °C erwärmt, sinkt ihre relative Feuchte stark — bei 0 °C und 85 % draußen auf nur etwa 22 %. Im Sommer kann es umgekehrt sein: Warme, feuchte Luft kann in kühleren Räumen wie Kellern Feuchte absetzen. Der Lüftungs-Check im Rechner vergleicht genau das.

Der Temperaturfaktor fRsi beschreibt, wo die innere Oberflächentemperatur zwischen Außen- und Raumtemperatur liegt: fRsi = (θsi − θe) / (θi − θe). Die DIN 4108-2 fordert für Wärmebrücken mindestens 0,70. Bei 20 °C innen und −5 °C außen entspricht das einer Oberflächentemperatur von 12,5 °C. Das passt zur schimmelkritischen Temperatur von 12,6 °C bei 50 % Raumluftfeuchte; der Grenzwert 0,70 ist daraus gerundet.

Weil die Glasoberfläche kälter ist als der Taupunkt der Raumluft. Ältere Verglasungen und vor allem der Glasrand werden im Winter so kalt, dass sich Wasser niederschlägt. Beschlagen die Scheiben regelmäßig, ist die Luftfeuchte für diese Fenster zu hoch: Lüften Sie nach dem Duschen, Kochen und morgens im Schlafzimmer und wischen Sie Wasser auf der Fensterbank ab.

Sie gilt für die ungestörte Wandfläche bei gleichbleibenden Temperaturen. In Raumecken, an Fensterlaibungen, an Deckenanschlüssen und hinter Schränken ist die Oberfläche oft mehrere Grad kälter. Für eine verlässliche Aussage messen Sie die Wandtemperatur an der kältesten Stelle, zum Beispiel mit einem Infrarot-Thermometer, und nutzen im Rechner den Modus „Selbst gemessen“.