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Wie viele Kinder kannst du dir leisten?

Der ehrliche Familien-Finanzrechner: Berechne anhand deines Einkommens, deiner Wohnsituation und deines Lebensstils, wie viele Kinder finanziell drin sind.

Statistisches Bundesamt Daten
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1.Einkommen

4.500

2.Wohnsituation

1.000
~200

Automatisch geschätzt nach Wohnort

3.Betreuung & Bildung

Geschätzte Kita-Kosten: 150 €/Monat

4.Lifestyle-Check

300

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Was kostet ein Kind in Deutschland? Alle Kosten von 0-18
Leitartikel

Was kostet ein Kind in Deutschland? Alle Kosten von 0-18

Statistisches Bundesamt, DKHW-Daten und eigene Berechnungen: Was Eltern von der Geburt bis zum 18. Geburtstag wirklich ausgeben.

15 Min. Lesezeit

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Häufig gestellte Fragen

Ein Kind kostet in Deutschland durchschnittlich 400 bis 700 Euro pro Monat. Babys liegen bei etwa 290 Euro (Nahrung, Windeln, Kleidung), Kleinkinder bei 300 bis 400 Euro (plus Kita-Gebühren), Schulkinder bei 350 bis 500 Euro und Teenager bei 500 bis 700 Euro. Diese Beträge beinhalten Grundbedarf, aber keine Betreuungskosten oder Hobbys. Mit Kita, Hobbys und anteiligen Wohnkosten kann ein Kind leicht 800 bis 1.200 Euro pro Monat kosten.

Das Kindergeld beträgt 2026 einheitlich 250 Euro pro Monat für jedes Kind. Es wird bis zum 18. Geburtstag gezahlt, bei Ausbildung oder Studium bis zum 25. Geburtstag. Der Antrag wird bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit gestellt. Die Auszahlung erfolgt monatlich und richtet sich nach der Endziffer der Kindergeldnummer.

Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Kind von der Geburt bis zum 18. Geburtstag durchschnittlich rund 165.000 Euro. Bei gehobenem Lebensstil, Privatschule und vielen Hobbys können es bis zu 280.000 Euro sein. Sparsame Familien kommen mit 120.000 bis 140.000 Euro aus. Nicht eingerechnet sind Einkommensverluste durch Elternzeit und reduzierte Arbeitszeit.

Kita-Kosten variieren stark. Öffentliche Kitas kosten je nach Stadt 0 bis 400 Euro pro Monat - in Berlin, Hamburg und manchen Regionen sind sie komplett kostenfrei. Private Kitas verlangen 450 bis 800 Euro monatlich. Tagesmutter-Betreuung liegt bei etwa 600 Euro. Gebühren sind oft einkommensabhängig und sinken mit der Geschwisterzahl. Im Bundesschnitt zahlen Eltern ca. 200 Euro monatlich.

Es gibt kein festes Mindesteinkommen für Kinder. Als Faustregel sollte nach Abzug von Miete und Fixkosten mindestens 500 bis 800 Euro pro Kind übrig bleiben. Bei einem Haushaltsnetto von 2.500 Euro und 800 Euro Miete kann man sich ein Kind leisten - es wird aber knapp. Staatliche Hilfen wie Kindergeld (250 Euro), Elterngeld, Wohngeld und Kinderzuschlag können die Lage deutlich verbessern.

Die wichtigsten Hilfen sind: Kindergeld (250 Euro/Monat pro Kind), Elterngeld (65-100% des Nettoeinkommens, max. 1.800 Euro, 12-14 Monate), Kinderzuschlag (bis 292 Euro/Monat bei geringem Einkommen), Wohngeld, Bildungs- und Teilhabepaket (BuT), Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende (bis 272 Euro/Monat), Mutterschaftsgeld und steuerliche Freibeträge für Kinder.

Das zweite Kind ist nicht doppelt so teuer wie das erste. Durch Geschwister-Synergien (Kleidung weitergeben, gemeinsames Zimmer bis ca. 6 Jahre, Familientarife bei Hobbys) spart man etwa 20-30% gegenüber dem ersten Kind. Allerdings braucht man ab dem zweiten Kind oft eine größere Wohnung, was je nach Wohnort 120 bis 350 Euro pro Monat extra kostet.

Für ein bis zwei Kinder reicht in der Regel ein normaler Pkw. Ab drei Kindern wird es im Fond eng - dann braucht man einen Kombi oder Van, was 100 bis 200 Euro monatlich mehr kosten kann (Leasing, Versicherung, Sprit). Viele Familien in der Stadt kommen auch ohne Auto aus und nutzen stattdessen Lastenrad, ÖPNV und Carsharing.

Finanzexperten empfehlen, 50 bis 150 Euro pro Monat und Kind zurückzulegen. Das ergibt bei 18 Jahren und 5% Rendite ein Vermögen von 17.000 bis 52.000 Euro zum 18. Geburtstag. Beliebt sind ETF-Sparpläne auf den Namen des Kindes (Junior-Depot) oder ein klassisches Tagesgeldkonto. Wichtig: Erst die eigene Altersvorsorge sichern, dann für Kinder sparen.

Oft unterschätzt werden: Einkommensverluste durch Elternzeit und Teilzeit (oft der größte Posten), höhere Versicherungskosten (Haftpflicht, ggf. Zahnzusatz), ständig neue Kleidung und Schuhe (Kinder wachsen!), Geschenke für Kindergeburtstage anderer Kinder, Babysitter-Kosten für Ausgehen, kaputtes Inventar (Smartphones, Möbel), und die emotionale Belastung, die sich in Ausgaben für Selbstfürsorge niederschlagen kann.