Gefühlte vs. gemessene Inflation – Warum alles teurer scheint

Redaktion
7 Min. Lesezeit
2026-02-24
Gefühlte vs. gemessene Inflation – Warum alles teurer scheint

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Warum alles teurer scheint, als die Statistik sagt

Die offizielle Inflationsrate lag 2024 und 2025 bei jeweils 2,2 %. Doch viele Deutsche haben das Gefühl, dass die Preise viel stärker gestiegen sind. Diese Diskrepanz zwischen gefühlter und gemessener Inflation hat handfeste Gründe.

Grund 1: Wir nehmen häufige Käufe stärker wahr

Lebensmittel, Benzin und Stromrechnungen kaufen wir regelmäßig – jede Preiserhöhung fällt sofort auf. Elektronik, Kleidung und Möbel kaufen wir seltener, und deren Preise sind oft gesunken oder stabil geblieben. Der VPI gewichtet alle Kategorien nach ihrem Anteil an den Gesamtausgaben, aber unsere Wahrnehmung gewichtet nach Kauffrequenz.

Grund 2: Qualitätsverbesserungen werden herausgerechnet

Ein Smartphone kostet heute ähnlich viel wie vor 5 Jahren, ist aber deutlich leistungsfähiger. Das Statistische Bundesamt rechnet diese Qualitätsverbesserung als Preissenkung. Für den Verbraucher fühlt es sich aber nicht so an – er zahlt schließlich den gleichen Betrag.

Grund 3: Individuelle Warenkörbe unterscheiden sich

Der offizielle VPI basiert auf einem Durchschnittshaushalt. Wenn Sie überdurchschnittlich viel für Energie oder Lebensmittel ausgeben (z.B. als Familie), erleben Sie eine höhere persönliche Inflation. Rentner mit hohen Gesundheitsausgaben oder Autofahrer mit langen Pendelwegen haben ebenfalls eine andere persönliche Inflationsrate.

So berechnen Sie Ihre persönliche Inflation

Unser Inflationsrechner bietet Kategorie-Multiplikatoren, mit denen Sie die Inflation für verschiedene Lebensbereiche getrennt berechnen können. So sehen Sie, ob Ihre persönliche Inflation über oder unter dem Durchschnitt liegt.

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