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Inflationsrechner

Kaufkraftverlust berechnen, Zukunft projizieren, Rente pruefen -- mit CPI-Daten seit 1950.

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1990

1 EUR = 1,95583 DM

1.000,00 € von 2000 entsprechen heute nur noch 613,65 € Kaufkraft.

Kaufkraftverlust

38,6%

Gesamtinflation

63,0%

Pro Jahr

1,9% p.a.

Zeitraum

2000 - 2026

Kaufkraft ueber die Zeit

Warenkorb-Vergleich

ProduktPreis 2000Preis 2026Veraenderung
Brot (500g)1,70 €2,77 €+63,0%
Milch (1L)0,55 €0,90 €+63,0%
Benzin (1L)0,95 €1,55 €+63,0%
Kinoticket6,50 €10,59 €+63,0%
Briefmarke0,56 €0,91 €+63,0%

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Umgerechnet in EUR

51,13 €

Kaufkraft heute

105,22 €

Kaufkraft-Faktor

2,06x

100 DM (1990) = 51,13 € entspricht 105,22 € heutiger Kaufkraft

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Inflation in Deutschland seit 1950 -- Die komplette GeschichteHauptartikel

Inflation in Deutschland seit 1950 -- Die komplette Geschichte

Vom Wirtschaftswunder ueber die Oelkrise bis zur Energiekrise 2022 -- wie sich die Preise in 75 Jahren entwickelt haben.

14 Min. Lesezeit

Ratgeber: Inflation & Kaufkraft

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Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus ueber einen bestimmten Zeitraum. Wenn die Inflation steigt, koennen Sie fuer den gleichen Geldbetrag weniger kaufen -- Ihre Kaufkraft sinkt. In Deutschland wird die Inflation anhand des Verbraucherpreisindex (VPI) gemessen, den das Statistische Bundesamt monatlich veroeffentlicht. Der VPI basiert auf einem Warenkorb von rund 700 Guetern und Dienstleistungen, die den typischen Konsum eines deutschen Haushalts abbilden.

Der VPI basiert auf einem Warenkorb, der den durchschnittlichen Konsum privater Haushalte abbildet. Rund 700 Gueter und Dienstleistungen werden erfasst, von Lebensmitteln ueber Mieten bis hin zu Freizeitausgaben. Jedes Gut wird nach seinem Anteil an den Gesamtausgaben gewichtet. Die Gewichtung wird regelmaessig aktualisiert (zuletzt 2020 = Basisjahr 100). Die Preise werden monatlich an rund 35.000 Berichtsstellen erhoben.

Kaufkraftverlust bedeutet, dass Ihr Geld mit der Zeit weniger wert wird. Wenn die Inflation beispielsweise 3 % pro Jahr betraegt, koennen Sie in einem Jahr fuer 1.000 EUR nur noch Waren im Wert von etwa 970 EUR (gemessen am heutigen Preisniveau) kaufen. Ueber laengere Zeitraeume summiert sich dieser Effekt erheblich: Bei 3 % Inflation verliert Geld in 25 Jahren etwa die Haelfte seiner Kaufkraft.

Es gibt mehrere Gruende: Erstens nehmen wir Preiserhoehungen bei Produkten, die wir haeufig kaufen (Lebensmittel, Benzin), staerker wahr als bei Produkten, die wir selten kaufen (Elektronik, die oft billiger wird). Zweitens veraendert sich der Warenkorb des VPI regelmaessig -- neue Produkte kommen hinzu, andere fallen weg. Drittens faengt der VPI Qualitaetsverbesserungen ein: Wenn ein Laptop heute 800 EUR kostet, aber doppelt so leistungsfaehig ist wie vor 5 Jahren, ist der qualitaetsbereinigte Preis gesunken, obwohl der Nominalpreis gleich blieb.

Die gesetzliche Rente in Deutschland wird regelmaessig angepasst, allerdings nicht direkt an die Inflation, sondern an die Lohnentwicklung. In Phasen hoher Inflation koennen die Rentenanpassungen hinter der Preisentwicklung zurueckbleiben. Unser Renten-Check zeigt Ihnen, wie sich die Kaufkraft Ihrer Rente bei verschiedenen Inflationsszenarien entwickelt. Bei 3 % Inflation und 1,5 % Rentenerhoehung verliert Ihre Rente in 20 Jahren etwa 25 % ihrer Kaufkraft.

Inflation ist ein allgemeiner Preisanstieg, Deflation ein allgemeiner Preisrueckgang. Waehrend Inflation die Kaufkraft des Geldes verringert, erhoeht Deflation sie theoretisch. Deflation klingt zunachst positiv, ist aber wirtschaftlich gefaehrlich: Wenn Verbraucher erwarten, dass Preise weiter fallen, verschieben sie Kaeufe -- die Wirtschaft schrumpft, Unternehmen entlassen Mitarbeiter, eine Abwaertsspirale kann entstehen. Die EZB strebt daher eine Inflation von knapp 2 % an, die als Zeichen einer gesunden Wirtschaft gilt.

Unser Rechner verwendet offizielle Verbraucherpreisindex-Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis). Fuer die Jahre ab 1991 verwenden wir den gesamtdeutschen Index, fuer die Jahre davor den westdeutschen. Die Kategorie-Multiplikatoren sind vereinfachte Naeherungen basierend auf historischen Durchschnittswerten. Fuer praesize Analysen einzelner Warengruppen empfehlen wir die GENESIS-Datenbank von Destatis.

Die Hyperinflation von 1923 war die extremste Episode: Im November 1923 kostete ein Brot 233 Milliarden Mark. In der Nachkriegszeit (ab 1949) lag die hoechste Jahresinflation bei knapp 8 % im Jahr 1951. In juengerer Zeit erreichte die Inflation im Oktober 2022 mit 10,4 % den hoechsten Stand seit der Wiedervereinigun -- getrieben durch die Energiekrise und Nachwirkungen der Pandemie. Unser Rechner deckt den Zeitraum ab 1950 ab.

Es gibt mehrere bewaehrte Strategien: Sachwerte wie Immobilien und Aktien bieten historisch den besten Inflationsschutz. Breit gestreute Aktien-ETFs haben langfristig die Inflation deutlich uebertroffen. Inflationsindexierte Anleihen (Inflation-linked Bonds) passen ihre Auszahlung an die Inflation an. Gold gilt als traditioneller Inflationsschutz, liefert aber keine laufende Rendite. Fest verzinste Sparprodukte (Tagesgeld, Festgeld) verlieren bei hoher Inflation real an Wert -- die Rendite muss ueber der Inflationsrate liegen.

Die Euro-Einfuehrung 2002 fuehrte zu einer weit verbreiteten Wahrnehmung von Preiserhoehungen, was zum Spitznamen 'Teuro' fuehrte. Tatsaechlich zeigen die offiziellen Daten, dass die Gesamtinflation 2002 bei moderaten 1,4 % lag. Allerdings stiegen die Preise in bestimmten Bereichen (Gastronomie, Dienstleistungen) spuerbar, da viele Anbieter die Umrechnung zum Aufrunden nutzten. Der offizielle Umrechnungskurs betrug 1 EUR = 1,95583 DM. Nutzen Sie unseren D-Mark-Konverter, um die tatsaechliche Kaufkraftentwicklung seit der Umstellung zu berechnen.

Nicht alle Preise steigen gleich schnell. Lebensmittel und Energie/Wohnen sind historisch staerker gestiegen als der Durchschnitt (Multiplikatoren 1,15 bzw. 1,25). Gesundheit und Freizeit sind weniger gestiegen (0,90 bzw. 0,85). Mit dem Kategorie-Waehler koennen Sie sehen, wie sich die Kaufkraft in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich entwickelt hat. Beispiel: 1.000 EUR von 2000 fuer Lebensmittel haben heute eine andere Kaufkraft als 1.000 EUR fuer Freizeitausgaben.

Die Europaeische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2 % an. Dieses Ziel ist ein Kompromiss: Zu niedrige Inflation (oder Deflation) hemmt das Wirtschaftswachstum, weil Verbraucher und Unternehmen Investitionen aufschieben. Zu hohe Inflation entwertet Ersparnisse und schafft Unsicherheit. Die 2 % bieten einen Puffer gegen Deflation und lassen Raum fuer relative Preisanpassungen zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren. Seit 2021 verfolgt die EZB ein symmetrisches 2 %-Ziel, das heisst Abweichungen nach oben und unten werden gleich bewertet.