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GKV oder PKV 2026: Der ehrliche Vergleich — fuer wen lohnt sich die private Krankenversicherung?
Leitartikel

GKV oder PKV 2026: Der ehrliche Vergleich — fuer wen lohnt sich die private Krankenversicherung?

Der umfassende Vergleich: GKV-Beitrag, PKV-Kalkulation, JAEG, Familienversicherung, Beamte und die Rueckwechsel-Falle.

14 Min. Lesezeit

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Haeufig gestellte Fragen

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist das Solidarsystem: Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen, nicht nach Alter oder Gesundheit. Familienangehoerige ohne eigenes Einkommen sind kostenlos mitversichert. Die private Krankenversicherung (PKV) kalkuliert individuelle Beitraege nach Alter, Gesundheitszustand und gewaehltem Leistungsumfang. Jede Person braucht einen eigenen Vertrag. Die GKV bietet einheitliche Grundleistungen, die PKV ermoeglicht individuelle Leistungspakete mit oft kuerzeren Wartezeiten und Chefarztbehandlung.

Als Angestellte/r muessen Sie die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) ueberschreiten, um in die PKV wechseln zu duerfen. 2026 liegt diese bei 73.800 Euro brutto pro Jahr (6.150 Euro/Monat). Selbststaendige und Beamte koennen unabhaengig vom Einkommen frei waehlen. Wichtig: Das Gehalt muss die JAEG dauerhaft ueberschreiten, nicht nur kurzfristig.

Der allgemeine Beitragssatz der GKV betraegt 2026 unveraendert 14,6% des Bruttoeinkommens (bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 66.150 Euro/Jahr). Dazu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der 2026 im Durchschnitt bei 1,7% liegt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich beide Beitraege je zur Haelfte. Hinzu kommt die Pflegeversicherung mit 3,4% Basissatz (kinderlose ab 23 zahlen 0,6% Zuschlag).

Ja, in der GKV koennen Kinder ueber die Familienversicherung beitragsfrei mitversichert werden, solange sie kein eigenes Einkommen ueber der Geringfuegigkeitsgrenze haben. Dies gilt bis zum 18. Lebensjahr, bei Ausbildung oder Studium bis zum 25. Lebensjahr. In der PKV braucht jedes Kind einen eigenen Vertrag — das kann bei mehreren Kindern schnell teuer werden.

PKV-Beitraege steigen aus zwei Gruenden: Erstens nimmt die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen mit dem Alter zu. Zweitens werden Beitragsanpassungen durch steigende Gesundheitskosten und medizinischen Fortschritt noetig. Zwar bilden PKV-Versicherer Alterungsrueckstellungen, doch diese reichen oft nicht aus, um die Beitragssteigerungen vollstaendig aufzufangen. Im Durchschnitt steigen PKV-Beitraege um etwa 3% pro Jahr.

Ja, Selbststaendige koennen freiwillig in der GKV bleiben oder zurueckkehren, solange sie die Voraussetzungen erfuellen. Der Mindestbeitrag richtet sich nach einer fiktiven Mindestbemessungsgrundlage. Allerdings zahlen Selbststaendige den vollen Beitrag ohne Arbeitgeberanteil. Ob GKV oder PKV guenstiger ist, haengt vom Einkommen, Alter, Gesundheit und Familiensituation ab.

Ein Rueckwechsel von PKV zu GKV ist nur unter bestimmten Voraussetzungen moeglich: Ihr Einkommen muss unter die JAEG fallen (z.B. durch Teilzeit oder Jobwechsel), oder Sie werden arbeitslos. Ab 55 Jahren ist eine Rueckkehr in die GKV nahezu ausgeschlossen — selbst bei sinkendem Einkommen. Diese Altersgrenze ist gesetzlich verankert und hat kaum Ausnahmen.

Beamte erhalten vom Dienstherrn Beihilfe: 50% der Krankheitskosten werden uebernommen (70% bei Verheirateten, 80% fuer Kinder). Die PKV muss also nur den Restbetrag absichern, was zu deutlich niedrigeren Beitraegen fuehrt. Ein lediger Beamter zahlt nur fuer 50% der Leistungen. Da die GKV keine Beihilfe beruecksichtigt und der volle Beitrag faellig wird, ist die PKV fuer Beamte fast immer die wirtschaftlichere Wahl.

Bei Arbeitslosigkeit mit ALG-I-Bezug werden Sie in der Regel wieder gesetzlich pflichtversichert. Die Agentur fuer Arbeit zahlt die GKV-Beitraege. Bei ALG-II (Buergergeld) gilt dasselbe. Wer sich von der Versicherungspflicht befreien laesst, kann in der PKV bleiben — dann zahlt die Arbeitsagentur einen Zuschuss in Hoehe des GKV-Beitrags. Nach Ende der Arbeitslosigkeit koennen Sie gegebenenfalls in die PKV zurueckkehren.

Ein hoeherer Selbstbehalt senkt den monatlichen PKV-Beitrag deutlich: Bei 1.200 Euro Selbstbehalt sparen Sie typischerweise 20-25% gegenueber einem Tarif ohne Selbstbehalt. Ob sich das lohnt, haengt von Ihrem Gesundheitszustand ab. Wenn Sie selten zum Arzt gehen, kann sich ein hoher Selbstbehalt rechnen. Bedenken Sie aber: In Jahren mit Behandlungsbedarf zahlen Sie mehr aus eigener Tasche. Eine mittlere Stufe (300-600 Euro) bietet oft den besten Kompromiss.