Industrieminuten umrechnen: Minuten in Dezimalstunden und zurück

Redaktion
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2026-09-24
Industrieminuten umrechnen: Minuten in Dezimalstunden und zurück

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7:45 oder 7,75? Zwei Schreibweisen für dieselbe Zeit

Auf der Uhr hat eine Stunde 60 Minuten. In der Lohnbuchhaltung, auf vielen Stundenzetteln und in Zeiterfassungssystemen wird dagegen mit Dezimalstunden gerechnet. Dort hat die Stunde 100 Teile, die sogenannten Industrieminuten. 7 Stunden und 45 Minuten stehen dann als 7,75 Stunden auf dem Zettel. Das ist keine andere Zeit, nur eine andere Schreibweise.

Der Vorteil: Mit Dezimalzahlen können Sie ganz normal rechnen. 7,75 Stunden mal 18 Euro Stundenlohn ergeben 139,50 Euro. Mit 7:45 geht das nicht direkt, weil der Taschenrechner nicht weiß, dass nach 59 Minuten eine neue Stunde beginnt.

Die Formel: Minuten geteilt durch 60

Um Minuten in Industrieminuten umzurechnen, teilen Sie sie durch 60. Aus 45 Minuten werden 45 ÷ 60 = 0,75 Stunden. Die vollen Stunden bleiben einfach stehen. 7:45 Stunden sind also 7 + 0,75 = 7,75 Stunden.

Rückwärts geht es genauso einfach: Sie nehmen die Nachkommastellen mal 60. Aus 8,4 Stunden werden 8 Stunden und 0,4 × 60 = 24 Minuten, also 8:24 Stunden. Ein häufiger Fehler ist es, 8,4 als 8 Stunden und 40 Minuten zu lesen. Tatsächlich sind es 16 Minuten weniger.

Umrechnungstabelle: Minuten in Industrieminuten

  • 1 Minute = 0,0167 Stunden
  • 5 Minuten = 0,0833 Stunden
  • 6 Minuten = 0,10 Stunden
  • 10 Minuten = 0,1667 Stunden
  • 12 Minuten = 0,20 Stunden
  • 15 Minuten = 0,25 Stunden
  • 20 Minuten = 0,3333 Stunden
  • 30 Minuten = 0,50 Stunden
  • 40 Minuten = 0,6667 Stunden
  • 45 Minuten = 0,75 Stunden
  • 50 Minuten = 0,8333 Stunden

Glatt aufgehen nur Minutenwerte, die sich sauber durch 60 teilen lassen, etwa 6, 12, 15, 30 oder 45 Minuten. Alles andere ergibt einen periodischen Dezimalbruch. In der Praxis wird dann auf zwei Nachkommastellen gerundet. Aus 10 Minuten werden so 0,17 Stunden.

Vorsicht beim Runden

Rundungen wirken klein, summieren sich aber. Wer jeden Tag 8:10 Stunden arbeitet und das als 8,17 statt 8,1667 aufschreibt, bekommt im Monat bei 21 Arbeitstagen rund 4 Minuten zu viel angerechnet. Umgekehrt kann Abrunden Geld kosten. Am genauesten ist es, erst alle Minuten zu addieren und nur die Summe am Ende umzurechnen.

Beispiel: eine Woche als Industriezeit

Angenommen, Sie haben diese Woche an fünf Tagen folgende Netto-Arbeitszeiten: 8:15, 7:45, 8:30, 8:00 und 6:20 Stunden. Zusammen sind das 38 Stunden und 50 Minuten. Die 50 Minuten teilen Sie durch 60 und erhalten 0,8333. Die Woche ergibt also 38,83 Industriestunden. Rechnen Sie stattdessen jeden Tag einzeln gerundet um (8,25 + 7,75 + 8,50 + 8,00 + 6,33), kommen Sie ebenfalls auf 38,83. Hier passt es, weil nur ein Tag gerundet werden musste.

Schneller mit dem Rechner

Im Arbeitszeitrechner sehen Sie jede Tageszeit und die Wochensumme automatisch in beiden Schreibweisen. Im Modus „Zeiten addieren & subtrahieren“ können Sie beliebige Zeitspannen als 7:45 oder als 7,75 eingeben, auch gemischt, und bekommen die Summe als Uhrzeit und als Dezimalzahl zurück. Das ist praktisch, wenn Sie Stunden aus mehreren Wochen zusammenrechnen oder Minusstunden abziehen möchten.

Möchten Sie wissen, was Ihre Stunden in Euro wert sind? Dann multiplizieren Sie die Industriestunden mit Ihrem Stundenlohn oder nutzen Sie den Stundenlohn-Rechner.

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