U-Wert- & Heizlast-Rechner

Berechnen Sie den U-Wert Ihrer Wand, Ihres Dachs oder Ihrer Kellerdecke Schicht für Schicht, prüfen Sie GEG-Pflicht und BEG-Förderfähigkeit und schätzen Sie die Heizlast Ihres Hauses.

100 % kostenlosKeine Daten gespeichertDIN EN ISO 6946 · Stand 09/2026

Orientierung, kein Nachweis

Der U-Wert gilt für homogene Schichten nach DIN EN ISO 6946; Sparren, Ständer und Wärmebrücken sind nicht enthalten, eine Tauwasserprüfung findet nicht statt. Die Heizlast ist eine Schätzung. Für die Auslegung einer Wärmepumpe brauchen Sie eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1, für die Förderung die Bestätigung einer Energieeffizienz-Expertin oder eines Experten.

Teil 1: U-Wert berechnen

Schichten von innen nach außen eingeben

Wärmestrom: horizontal · Rsi 0,13 · Rse 0,04 m²K/W

Schichtaufbau (innen → außen)

↑ innen

1.
cm
2.
cm
3.
cm
4.
cm

↓ außen

U-Wert Ihres Bauteils · Außenwand

0,22 W/(m²K)

U = 1 / R = 1 / 4,553 m²K/W

Gesamtdicke

41,0 cm

Innere Oberflächentemperatur

19,1 °C

Wärmestrom

6,8 W/m²

GEG/GModG-Höchstwert

≤ 0,24 W/(m²K) · erfüllt

Fehlende Dämmung (λ 0,035): keine

GModG Anlage 7 Nr. 1a/1b

BEG-Förderung (Mindestanforderung)

≤ 0,20 W/(m²K) · nicht erfüllt

Fehlende Dämmung (λ 0,035): + 2 cm

BEG EM TMA Nr. 1.1 „Außenwand“

U-Wert im Vergleich zu den Anforderungen

Querschnitt & Temperaturverlauf

24 cm214 cm320,0 °C-11,1 °Cinnenaußen

Temperaturverlauf bei 20,0 °C innen und -11,1 °C außen (Norm-Außentemperatur des gewählten Orts).

Schichten im Detail
Schichtd [cm]λR [m²K/W]Anteil
Wärmeübergang innen (Rsi)0,133 %
1. Kalk-/Kalkzementputz1,501,000,0150 %
2. Vollziegel (ρ 1600, Altbau)240,680,3538 %
3. Mineralwolle WLS 035140,0354,00088 %
4. Kalk-/Kalkzementputz1,501,000,0150 %
Wärmeübergang außen (Rse)0,041 %
Summe R41,04,553100 %

Der Höchstwert gilt, wenn Sie das Bauteil erneuern, ersetzen oder erstmalig einbauen und mehr als 10 % der Fläche der Bauteilgruppe betroffen sind (§ 36 GModG). Ist die Dämmdicke technisch begrenzt, genügt die höchstmögliche Dicke mit λ 0,035 (bei Einblasdämmung oder nachwachsenden Rohstoffen λ 0,045).

Förderfähig ist eine Einzelmaßnahme nur, wenn der U-Wert die technische Mindestanforderung erreicht. Seit 17.08.2026 gelten neue Förderrichtlinien — die Werte hier stammen aus der TMA zur BEG EM vom 21.12.2023 und müssen vor dem Antrag geprüft werden.

Teil 2: Heizlast schätzen

Überschlag für das ganze Haus

m²
°C
Geschätzte HeizlastSchätzung

11,5 kW

Gebäude (Raumheizung): 10,9 kW · Warmwasser-Zuschlag: 0,6 kW

Spezifische Heizlast

78 W/m²

Norm-Außentemperatur

-11,1 °C

Temperaturdifferenz

31,1 K

Heizlast nach Gebäudestandard (Ihre Fläche & Ihr Standort)

Für die Größe einer Wärmepumpe ist diese Zahl nur ein Startpunkt. Eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 ist die Grundlage für Auslegung, hydraulischen Abgleich und Förderantrag.

Annahmen: Richtwerte je Baujahr bei 20 °C innen und −12 °C außen, auf Ihre Temperaturdifferenz umgerechnet. Hüllflächenverfahren mit Wärmebrückenzuschlag 0,10 W/(m²K), Faktor 0,6 für Bauteile gegen Erdreich/Keller, Luftvolumen = Wohnfläche × 2,5 m. Warmwasser: 0,2 kW pro Person (Faustwert).

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2026-09-249 Min. Lesezeit

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Häufig gestellte Fragen

Für jede Schicht teilen Sie die Dicke in Metern durch die Wärmeleitfähigkeit λ und erhalten den Wärmedurchlasswiderstand R = d/λ. Alle R-Werte werden addiert, dazu kommen die Wärmeübergangswiderstände innen (Rsi) und außen (Rse). Der U-Wert ist der Kehrwert dieser Summe: U = 1/(Rsi + Σ d/λ + Rse). Bei einer Außenwand gilt nach DIN EN ISO 6946 Rsi = 0,13 und Rse = 0,04 m²K/W.

Wenn Sie eine Außenwand erneuern oder neu dämmen und mehr als 10 % der Wandfläche betroffen sind, darf der U-Wert nach Anlage 7 des Gebäudemodernisierungsgesetzes (bis Juli 2026 „GEG“) höchstens 0,24 W/(m²K) betragen. Für die BEG-Förderung als Einzelmaßnahme verlangen die technischen Mindestanforderungen 0,20 W/(m²K). Die Werte gelten für Wohngebäude.

Je kleiner, desto besser. Eine ungedämmte Ziegelwand aus den 1960er-Jahren liegt je nach Wanddicke oft bei 1,2 bis 1,8 W/(m²K). Nach heutigem Standard gedämmte Wände erreichen 0,15 bis 0,24, Passivhaus-Bauteile etwa 0,10 bis 0,15. Für Dächer sind 0,14 oder weniger ein gutes Ziel, weil dort am meisten Platz für Dämmung ist.

Der Rechner rechnet mit homogenen Schichten. Liegen Sparren, Ständer oder Lattungen in der Dämmebene, verschlechtert das den U-Wert je nach Holzanteil spürbar; DIN EN ISO 6946 berechnet solche Bauteile mit einem oberen und unteren Grenzwert. Außerdem nutzen Fachleute den λ-Wert des konkreten Produkts, Korrekturen für Befestigungen und bei erdberührten Bauteilen DIN EN ISO 13370.

Das hängt vom vorhandenen Aufbau ab. Der Rechner zeigt Ihnen, wie viele Zentimeter Dämmstoff mit λ 0,035 W/(mK) noch fehlen. Beispiel: Eine 24-cm-Vollziegelwand mit Putz und 14 cm Dämmung erreicht rund 0,22 W/(m²K); für 0,20 brauchen Sie etwa 2 cm mehr, also 16 cm. Bei einer ungedämmten Wand sind oft 16 bis 18 cm nötig.

Die Heizlast ist die Leistung in Kilowatt, die Ihre Heizung am kältesten Auslegungstag liefern muss, um die Räume warm zu halten. Der Wärmebedarf ist die Energiemenge in Kilowattstunden, die übers ganze Jahr anfällt. Die Heizlast bestimmt die Größe der Wärmepumpe oder des Kessels, der Wärmebedarf die Heizkosten.

Die Norm-Außentemperatur ist die tiefe Außentemperatur, für die eine Heizung ausgelegt wird. Seit 2020 gilt dafür in Deutschland DIN/TS 12831-1 mit Werten je Postleitzahl. Sie liegt zum Beispiel in Köln bei −7,0 °C, in Berlin bei −11,1 °C und in Oberstdorf bei −16,7 °C. Es ist nicht die kälteste je gemessene Temperatur, sondern ein statistischer Auslegungswert.

Nein. Die Schätzung zeigt die Größenordnung und hilft, Angebote zu plausibilisieren. Für die Auslegung, den hydraulischen Abgleich und in der Regel auch für die Förderung ist eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831-1 nötig. Sie berücksichtigt jeden Raum, jede Wärmebrücke und die tatsächliche Lüftung.