Ein Jahr hat 365 Tage, ein Schaltjahr 366. So weit, so bekannt. Aber warum gibt es überhaupt Schaltjahre, warum ist 2100 keines, und was bedeutet der 29. Februar, wenn Sie Tage, Fristen oder Arbeitstage zählen? Hier die Antworten in Kürze.
Die Zahlen auf einen Blick
| Gemeinjahr | Schaltjahr | |
|---|---|---|
| Tage | 365 | 366 |
| Wochen | 52 Wochen und 1 Tag | 52 Wochen und 2 Tage |
| Stunden | 8.760 | 8.784 |
| Februar | 28 Tage | 29 Tage |
| Beispiele | 2026, 2027, 2029 | 2024, 2028, 2032 |
Die Schaltjahr-Regel
Im heute gültigen gregorianischen Kalender gilt eine Regel in drei Stufen:
- Jedes Jahr, das durch 4 teilbar ist, ist ein Schaltjahr: 2024, 2028, 2032.
- Ausnahme: Volle Jahrhunderte, also Jahre, die durch 100 teilbar sind, sind keine Schaltjahre: 1900, 2100, 2200.
- Ausnahme von der Ausnahme: Jahre, die durch 400 teilbar sind, sind doch Schaltjahre: 1600, 2000, 2400.
Deshalb war das Jahr 2000 ein Schaltjahr, das Jahr 2100 wird keines sein. Die nächsten Schaltjahre sind 2028, 2032, 2036 und 2040.
Warum es Schaltjahre gibt
Die Erde braucht für einen Umlauf um die Sonne, gemessen von Frühlingsanfang zu Frühlingsanfang, rund 365,2422 Tage. Ein Kalender mit genau 365 Tagen wäre nach 100 Jahren schon um gut 24 Tage verrutscht, und der Frühling würde langsam in den Sommer wandern.
Der julianische Kalender fügte deshalb seit der Antike jedes vierte Jahr einen Tag ein. Damit hatte ein Jahr im Mittel 365,25 Tage, etwa 11 Minuten zu viel. Bis ins 16. Jahrhundert summierte sich das auf rund zehn Tage. Mit der gregorianischen Kalenderreform von 1582 folgte deshalb auf Donnerstag, den 4. Oktober, direkt Freitag, der 15. Oktober 1582. Seitdem fallen in 400 Jahren drei Schalttage weg. Das mittlere Kalenderjahr hat so 365,2425 Tage und weicht nur noch um etwa einen Tag in rund 3.000 Jahren ab. In den protestantischen Gebieten Deutschlands wurde der neue Kalender erst im Jahr 1700 eingeführt.
Was der Schalttag beim Tagezählen bedeutet
Zeiträume über Ende Februar: Vom 1. Februar bis 1. März sind es 2027 genau 28 Tage, 2028 dagegen 29 Tage. Wer Tage von Hand zählt, vergisst den Schalttag schnell. Der Tagerechner berücksichtigt ihn automatisch.
Monats- und Jahresfristen: Fristen nach Monaten oder Jahren laufen von Datum zu Datum, nicht über eine feste Zahl von Tagen. Ein Jahr ab dem 1. März 2027 endet mit Ablauf des 29. Februar 2028 und ist damit 366 Tage lang. Endet eine Monatsfrist rechnerisch am 29., 30. oder 31. Februar, gilt der letzte Tag des Februars (§ 188 Abs. 3 BGB). Mehr dazu im Beitrag Fristen berechnen nach BGB.
Geburtstag am 29. Februar: Wer an einem Schalttag geboren ist, feiert in Gemeinjahren entweder am 28. Februar oder am 1. März. Was rechtlich gilt, erklärt der Beitrag Am 29. Februar geboren beim Altersrechner.
Wochentage: Weil 365 Tage 52 Wochen und einen Tag sind, rückt ein Datum jedes Jahr um einen Wochentag weiter, nach einem Schalttag um zwei. Der 1. Januar 2026 war ein Donnerstag, der 1. Januar 2027 ist ein Freitag, der 1. Januar 2028 ein Samstag und der 1. Januar 2029 nach dem Schaltjahr gleich ein Montag.
Mehr Tage heißt nicht mehr Arbeitstage
Ein Schaltjahr hat einen Tag mehr, aber nicht unbedingt mehr Arbeitstage. 2028 hat 366 Tage, beginnt an einem Samstag und endet an einem Sonntag. Von Montag bis Freitag sind es 260 Tage, einer weniger als 2026 und 2027. Weil 2028 außerdem 8 der 9 bundesweiten Feiertage auf einen Werktag fallen, bleiben bundesweit nur 252 Arbeitstage, in Bayern sogar nur 249. 2027 sind es bundesweit 256. Die Zahlen für alle Länder finden Sie im Beitrag Arbeitstage 2027 je Bundesland und in der Tabelle beim Tagerechner.
Fazit
Ein Jahr hat 365 Tage, ein Schaltjahr 366. Schaltjahr ist jedes durch 4 teilbare Jahr, außer volle Jahrhunderte, die nicht durch 400 teilbar sind. Das nächste Schaltjahr ist 2028, 2100 wird keines sein. Für Ihre eigenen Zeiträume zählt der Tagerechner den Schalttag automatisch mit.
Stand: 26.10.2026.
