Das Geburtsdatum in römischen Zahlen
Ein Datum in römischen Zahlen ist eines der beliebtesten Tattoo-Motive überhaupt. Das Geburtsdatum eines Kindes, der Hochzeitstag oder ein Datum, das für einen Neuanfang steht: In römischen Ziffern wirkt es zeitlos und bleibt für Außenstehende ein kleines Geheimnis. Gerade weil ein Tattoo dauerhaft ist, lohnt sich aber Sorgfalt. Ein einziges vertauschtes Zeichen macht aus dem Datum eine andere Zahl oder sogar eine ungültige.
Schritt für Schritt: Tag, Monat, Jahr
Ein Datum besteht aus drei Zahlen, die Sie getrennt übersetzen. Nehmen wir den 23. August 1994:
1. Tag: 23 = 20 + 3 = XX + III = XXIII
2. Monat: August ist der 8. Monat, also VIII
3. Jahr: 1994 = 1000 + 900 + 90 + 4 = M + CM + XC + IV = MCMXCIV
Zusammengesetzt ergibt das XXIII.VIII.MCMXCIV. Jede der drei Zahlen können Sie im Römische-Zahlen-Umrechner einzeln prüfen. Für die Jahreszahl gibt es dort eine eigene Schnellwahl für das Geburtsjahr.
Die Monate in römischen Zahlen
- Januar = I
- Februar = II
- März = III
- April = IV
- Mai = V
- Juni = VI
- Juli = VII
- August = VIII
- September = IX
- Oktober = X
- November = XI
- Dezember = XII
Führende Nullen gibt es nicht
Im Alltag schreiben wir oft 05.03.2010. Diese Nullen fallen in römischen Zahlen ersatzlos weg, denn das römische System kennt keine Null. Aus dem 5. März 2010 wird V.III.MMX. Ein Zeichen für „0“ zu erfinden oder ein O einzusetzen, wäre ein klassischer Fehler.
Die richtige Reihenfolge: Tag vor Monat
In Deutschland steht der Tag vor dem Monat. In anderen Ländern ist die Reihenfolge Monat, Tag, Jahr üblich. Das kann bei einem Tattoo zu Missverständnissen führen: IV.VI.MMXX ist bei uns der 4. Juni, anderswo würde man es als 6. April lesen. Entscheiden Sie sich bewusst für eine Reihenfolge und bleiben Sie dabei. Wer ganz sichergehen will, schreibt Tag und Monat so, dass die Verwechslung ausgeschlossen ist, oder lässt den Monat als Wort stehen.
Trennzeichen: Punkt, Mittelpunkt oder Strich
Ohne Trennzeichen verschwimmen die drei Zahlen ineinander. XXIIIVIIIMCMXCIV ist kaum lesbar und lässt sich nicht eindeutig zurückübersetzen. Üblich sind Punkte (XXIII.VIII.MCMXCIV), Mittelpunkte (XXIII · VIII · MCMXCIV), Bindestriche oder ein kleiner Abstand. Welche Variante Sie wählen, ist Geschmackssache. Wichtig ist nur, dass die Trennung klar zu erkennen ist.
Nur das Jahr oder das ganze Datum?
Viele entscheiden sich nur für die Jahreszahl, weil sie kürzer ist und sich gut in ein Motiv einfügt. Beachten Sie dabei, dass Jahreszahlen sehr unterschiedlich lang sein können: MMX (2010) hat drei Zeichen, MCMLXXXVIII (1988) elf. Wie Sie Jahreszahlen sicher übersetzen, erklärt der Beitrag Jahreszahlen in römischen Zahlen.
Die häufigsten Tattoo-Fehler
- IIII statt IV beim Monat April oder bei Tagen wie dem 4. oder 14.
- IC oder IL in Jahreszahlen, etwa MIM statt MCMXCIX für 1999.
- VIIII statt IX für den September oder den 9. Tag.
- Vertauschte Reihenfolge von Tag und Monat.
- Fehlende Trennzeichen, die das Datum unlesbar machen.
Vor dem Termin: rückwärts prüfen
Bevor die Vorlage fertig ist, sollten Sie jede Zahl rückwärts prüfen: Tippen Sie die römische Schreibweise in den Umrechner ein und kontrollieren Sie, ob wirklich Ihr Tag, Ihr Monat und Ihr Jahr herauskommen. Ist ein Zeichen falsch, zeigt der Umrechner an, welche Regel verletzt ist, und nennt die korrekte Form. Die Grundregeln im Detail finden Sie im Leitartikel Römische Zahlen lesen und schreiben.
