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Kündigungsfrist-Rechner: Bis wann müssen Sie kündigen?

Wählen Sie Arbeits- oder Mietvertrag und geben Sie Ihr gewünschtes Vertragsende ein. Der Rechner zeigt, an welchem Tag die Kündigung spätestens zugehen muss, wann Sie sie abschicken sollten und welche Regel gilt. Oder umgekehrt: wann der Vertrag endet, wenn Sie heute kündigen.

100 % kostenlosKeine Daten gespeichertNach BGB, Stand September 2026

Keine Rechtsberatung

Der Rechner wendet die gesetzlichen Regeln (§§ 622, 573c, 187, 188, 193 BGB) auf Ihre Eingaben an. Abweichende Klauseln, Sonderkündigungsschutz, befristete Verträge und Einzelfälle kann er nicht prüfen. Wenn viel davon abhängt, lassen Sie die Frist von einer Anwältin, einem Anwalt, Ihrer Gewerkschaft oder einem Mieterverein bestätigen.

Vertrag & Kündigung

Welcher Vertrag?
Wer kündigt?
Jahre

Vereinbarte Frist

Welche Frist gilt laut Vertrag?

Datum & Zustellung

Was möchten Sie wissen?

Die Kündigung muss spätestens zugehen am

Donnerstag, 3. Dezember 2026

Spätestens abschicken

30.11.2026

Sicherer Zugang bis

03.12.2026

Vertragsende

31.12.2026

Geht die Kündigung auch nur einen Tag später zu, endet der Vertrag erst am 15.01.2027.

So wurde gerechnet

  • 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende

    § 622 Abs. 1 BGB, Grundkündigungsfrist

Ihr Zeitstrahl

Von der Übergabe bzw. dem Versand bis zum letzten Vertragstag

  1. 1AbschickenMontag, 30. November 2026
  2. 2ZugangDonnerstag, 3. Dezember 2026
  3. 3VertragsendeDonnerstag, 31. Dezember 2026

Kündigungsfrist des Arbeitgebers nach Beschäftigungsdauer

§ 622 Abs. 2 BGB. Unter 2 Jahren gelten 4 Wochen (≈ 0,9 Monate). Arbeitnehmer haben gesetzlich immer 4 Wochen. Ihr Wert ist hervorgehoben.

Damit die Kündigung wirksam ist

  • Schriftform mit eigenhändiger Unterschrift auf Papier (§ 623 BGB für Arbeitsverträge, § 568 BGB für Mietverträge). E-Mail, Fax, SMS oder Messenger reichen nicht.
  • Maßgeblich ist der Zugang beim Empfänger, nicht das Absenden. Ein Brief ist zugegangen, sobald er im Briefkasten liegt und üblicherweise mit einer Leerung zu rechnen ist.
  • Den Zugang müssen Sie beweisen. Am sichersten sind persönliche Übergabe gegen Empfangsbestätigung oder ein Bote, der den Inhalt kennt und den Einwurf protokolliert.
  • Arbeitnehmer: Melden Sie sich spätestens 3 Monate vor dem Ende arbeitsuchend bei der Agentur für Arbeit, bei kürzerer Frist innerhalb von 3 Tagen nach Kenntnis (§ 38 SGB III).

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Ratgeber: Kündigungsfristen

Arbeitsvertrag, Probezeit, Mietvertrag, Zugang und Aufhebungsvertrag verständlich erklärt

Kündigungsfrist berechnen: So finden Sie den letzten Tag für Ihre KündigungLeitartikel

Kündigungsfrist berechnen: So finden Sie den letzten Tag für Ihre Kündigung

Der große Ratgeber zu Kündigungsfristen: Grundfrist und Staffel nach § 622 BGB, Probezeit, Vertrag und Tarif, Mietvertrag nach § 573c BGB, Zugang, Feiertage und typische Rechenfehler mit Beispielen.

2026-09-249 Min. Lesezeit

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Häufige Fragen zur Kündigungsfrist

Die Grundkündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats (§ 622 Abs. 1 BGB). Sie gilt für Arbeitnehmer immer, wenn der Vertrag nichts anderes regelt. Für Arbeitgeber verlängert sie sich nach 2 Jahren Beschäftigung auf 1 Monat und steigt bis auf 7 Monate nach 20 Jahren, jeweils zum Monatsende (§ 622 Abs. 2 BGB).

Mit der gesetzlichen Frist von 4 Wochen muss die Kündigung dem Arbeitgeber spätestens am 3. Dezember zugehen. Die Frist beginnt am Tag nach dem Zugang und endet 28 Tage später. Wer am 4. Dezember kündigt, kommt erst zum 15. Januar aus dem Vertrag. Für Arbeitgeber mit längerer Frist, etwa 3 Monaten nach 8 Jahren, liegt der letzte Tag am 30. September.

Es zählt allein der Zugang. Eine schriftliche Kündigung geht zu, wenn sie so in den Machtbereich des Empfängers gelangt, dass er unter normalen Umständen davon Kenntnis nehmen kann, zum Beispiel wenn sie zu den üblichen Zustellzeiten im Briefkasten liegt. Ein Poststempel reicht nicht. Planen Sie bei Versand per Post deshalb einige Arbeitstage Puffer ein.

Bei Arbeitsverträgen verschiebt sich nichts. § 193 BGB gilt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts nicht für Kündigungsfristen, weil die volle Frist dem Empfänger zugutekommen soll. Die Kündigung muss also vorher zugehen. Beim Mietvertrag zählen Feiertage nicht als Werktage, der 3. Werktag rückt dadurch nach hinten. Der Samstag zählt dort als Werktag.

Während einer vereinbarten Probezeit von höchstens 6 Monaten beträgt die Frist 2 Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB), und zwar zu jedem beliebigen Tag, nicht nur zum 15. oder Monatsende. Es reicht, wenn die Kündigung am letzten Tag der Probezeit zugeht. Das Arbeitsverhältnis endet dann 2 Wochen später, also nach dem Ende der Probezeit.

Nach dem Gesetz nicht. Die Staffel des § 622 Abs. 2 BGB gilt nur für Kündigungen durch den Arbeitgeber. Viele Arbeitsverträge dehnen sie aber ausdrücklich auf beide Seiten aus. Das ist zulässig, denn für Arbeitnehmer darf nur keine längere Frist gelten als für den Arbeitgeber (§ 622 Abs. 6 BGB). Schauen Sie deshalb in Ihren Vertrag und wählen Sie im Rechner „Arbeitsvertrag“.

Mieter kündigen mit 3 Monaten. Geht die Kündigung bis zum 3. Werktag eines Monats zu, zählt dieser Monat schon mit, und das Mietverhältnis endet mit Ablauf des übernächsten Monats (§ 573c Abs. 1 BGB). Beispiel: Zugang am Dienstag, 5. Januar 2027, Ende am 31. März 2027. Am 6. Januar wäre es erst der 30. April. Für Vermieter verlängert sich die Frist nach 5 Jahren auf 6 und nach 8 Jahren auf 9 Monate.

Ja. Früher stand in § 622 Abs. 2 BGB, dass Zeiten vor Vollendung des 25. Lebensjahres nicht zählen. Der Europäische Gerichtshof hat das 2010 als Altersdiskriminierung verworfen (Rechtssache C-555/07), seitdem wurde die Regel nicht mehr angewendet. Zum 1. Januar 2019 wurde der Satz aus dem Gesetz gestrichen. Es zählt die gesamte Betriebszugehörigkeit, nach der Rechtsprechung in der Regel auch eine Ausbildung im selben Betrieb.