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Entnahmeplan-Rechner

Wie lange reicht Ihr Depot, wie viel können Sie monatlich entnehmen und welches Kapital brauchen Sie für die finanzielle Freiheit? Mit Inflation, deutscher Abgeltungsteuer und ewiger Rente.

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Kapital & Entnahme

€

Aktueller Depotwert zu Beginn der Entnahme.

€

Steigt jedes Jahr um die eingestellte Inflation.

Rendite & Inflation

%

Konstante Durchschnittsrendite; reale Märkte schwanken.

%

0 = gleichbleibender Betrag. Die Entnahme steigt jährlich um diesen Satz.

Steuern

%

Wie viel des heutigen Depotwerts ist Gewinn? Beispiel: 300.000 € Wert bei 180.000 € eingezahlt = 40 %.

Fondsart (Teilfreistellung)

Sparerpauschbetrag pro Jahr

Kirchensteuer

Ihr Kapital reicht

23 Jahre und 2 Monate

1.500 € pro Monat (brutto)

im 1. Jahr, steigt jährlich um 2,0 %

Erste Entnahme aus dem Depot (brutto): 1.500 €ausgezahlt nach Steuern: 1.500 €

Auszahlungen gesamt (netto)

466.450 €

Steuern gesamt

57.097 €

Steuerquote auf Entnahmen: 10,9 %

Erträge gesamt

223.547 €

Restkapital am Ende

0 €

Kapitalverlauf

Zum Vergleich: die 4-Prozent-Regel

4 % Ihres Kapitals pro Monat

1.000 €

Kapital nach Faustregel (25-fache Jahresentnahme)

450.000 €

Kapital für eine ewige Rente in dieser Höhe (Ihr Modell)

613.629 €

Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel aus US-Studien (Bengen 1994, „Trinity-Studie“ 1998) mit historischen US-Aktien- und Anleihedaten über 30 Jahre. Sie berücksichtigt keine deutschen Steuern und keine Kosten und ist keine Garantie. Nutzen Sie sie nur als groben Richtwert.

Jahresübersicht

JahrKapital AnfangErträgeEntnahme bruttoSteuernAuszahlung nettoKapital Ende
1300.000 €14.591 €18.000 €1.117 €16.883 €296.591 €
2296.591 €14.413 €18.360 €1.239 €17.121 €292.644 €
3292.644 €14.207 €18.727 €1.361 €17.366 €288.123 €
5282.994 €13.707 €19.484 €1.604 €17.880 €277.217 €
10246.802 €11.851 €21.512 €2.212 €19.300 €237.142 €
15188.707 €8.896 €23.751 €2.827 €20.924 €173.852 €
20101.417 €4.475 €26.223 €3.458 €22.765 €79.669 €
244.312 €26 €4.338 €382 €3.956 €0 €

Annahmen dieser Berechnung

Modellrechnung mit konstanter Jahresrendite nach Kosten, monatlich verzinst (konformer Monatszins) und Entnahmen am Monatsende. Die Entnahme steigt zu Beginn jedes Jahres um die eingestellte Inflation. Steuern (Stand 24.09.2026): 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Soli, optional 8 oder 9 % Kirchensteuer (§ 32d EStG), Teilfreistellung 30 % für Aktienfonds und 15 % für Mischfonds (§ 20 InvStG), Sparerpauschbetrag 1.000 € bzw. 2.000 € pro Kalenderjahr (§ 20 Abs. 9 EStG). Besteuert wird nur der Gewinnanteil jeder Entnahme; er wird näherungsweise über den durchschnittlichen Einstandswert ermittelt (die Bank rechnet nach FIFO). Nicht berücksichtigt: Vorabpauschale, Verlustverrechnung, schwankende Renditen, Kranken- und Pflegeversicherung auf Kapitalerträge bei freiwillig Versicherten. Alle Angaben ohne Gewähr, keine Anlage- oder Steuerberatung.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Entnahmeplan (auch Auszahlplan) ist das Gegenstück zum Sparplan: Aus einem vorhandenen Kapital, etwa einem Depot mit Fonds oder ETFs, wird regelmäßig ein fester Betrag ausgezahlt. Der Rest bleibt angelegt und arbeitet weiter. Je nach Höhe der Entnahme und der Rendite reicht das Kapital eine bestimmte Zahl von Jahren oder – wenn Sie nur die Erträge entnehmen – dauerhaft.

Das hängt von drei Größen ab: Kapital, Entnahme und Rendite. Beispiel ohne Steuern und Inflation: 300.000 € bei 4 % Rendite pro Jahr reichen bei 1.572 € im Monat genau 25 Jahre. Entnehmen Sie nur rund 982 € im Monat, bleibt das Kapital erhalten. Wählen Sie im Rechner den Modus „Wie lange reicht das Geld?“ und geben Sie Ihre Werte ein.

Steuerpflichtig ist nur der Gewinnanteil der Entnahme, nicht das eingezahlte Kapital. Darauf fallen 25 % Abgeltungsteuer plus 5,5 % Solidaritätszuschlag an (zusammen 26,375 %), gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei Aktienfonds sind 30 % des Gewinns steuerfrei (Teilfreistellung nach § 20 InvStG), bei Mischfonds 15 %. Gewinne bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € im Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleiben steuerfrei. Der Rechner nähert den Gewinnanteil über den durchschnittlichen Einstandswert an; die Bank rechnet tatsächlich nach dem FIFO-Prinzip.

Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustregel aus US-Studien der 1990er-Jahre: Wer im ersten Jahr 4 % seines Depots entnimmt und den Betrag danach jährlich um die Inflation erhöht, wäre mit einer Aktien-Anleihen-Mischung in historischen US-Daten über 30 Jahre fast immer ausgekommen. Umgekehrt ergibt sich der Kapitalbedarf als 25-fache Jahresentnahme. Die Regel berücksichtigt weder deutsche Steuern noch Kosten und gilt nur für die untersuchten Zeiträume – sie ist keine Garantie.

Bei der ewigen Rente entnehmen Sie nur so viel, wie das Kapital erwirtschaftet. Das Vermögen bleibt dadurch erhalten und kann vererbt werden. Ist im Rechner eine Inflationsrate eingestellt, bleibt das Kapital real erhalten: Es wächst jedes Jahr um die Inflation mit, und Ihre Entnahme steigt ebenfalls. Liegt die Rendite nicht über der Inflation, ist keine ewige Rente möglich.

Als grobe Orientierung nennt die FIRE-Bewegung das 25-Fache der jährlichen Ausgaben (4-Prozent-Regel). Wer 2.000 € im Monat braucht, landet so bei 600.000 €. Deutlich genauer wird es, wenn Sie Ihre Rendite, Inflation, Steuern und den gewünschten Zeitraum einsetzen: Im Modus „Welches Kapital brauche ich?“ berechnet der Rechner den Bedarf bis zu einem Zeitpunkt, etwa bis zum Beginn der gesetzlichen Rente, und zeigt zusätzlich das Kapital für eine ewige Rente.

Setzen Sie die Rendite nach Kosten an, und lieber vorsichtig. Ein breit gestreutes Aktiendepot hat historisch langfristig mehr erwirtschaftet als eine Mischung mit Anleihen oder Tagesgeld, schwankt aber stark. Viele Planungen rechnen deshalb mit 3 bis 5 % für gemischte Depots. Probieren Sie mehrere Werte aus: Der Unterschied zwischen 4 und 6 % entscheidet oft über viele Jahre Laufzeit. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.

Eine konstante Rendite macht die Berechnung nachvollziehbar und vergleichbar. In der Realität schwanken die Märkte, und die Reihenfolge der Renditen spielt in der Entnahmephase eine große Rolle: Verluste in den ersten Jahren schaden stärker als spätere, weil Sie dann Anteile zu niedrigen Kursen verkaufen. Planen Sie deshalb einen Puffer ein, zum Beispiel eine niedrigere Rendite oder eine Liquiditätsreserve für zwei bis drei Jahre.