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Berechne Dachneigung, Sparrenlänge, Dachfläche und Schneelast – für Satteldach, Pultdach, Walmdach und Flachdach.

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Dachneigung berechnen: Sparrenlänge, Dachfläche & SchneelastRatgeber

Dachneigung berechnen: Sparrenlänge, Dachfläche & Schneelast

Alles über Dachneigung: Grad, Prozent und Verhältnis verstehen, Sparrenlänge und Firsthöhe berechnen, Dachfläche für verschiedene Dachformen ermitteln.

18 Min. Lesezeit

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Die Dachneigung beschreibt den Winkel der Dachfläche gegenüber der Horizontalen. Sie wird in Grad, Prozent oder als Verhältnis angegeben. 45 Grad entsprechen 100 % Neigung (Verhältnis 1:1). In Deutschland sind Neigungen zwischen 20 und 45 Grad üblich.

Die Sparrenlänge ergibt sich aus der halben Gebäudebreite (bei Satteldach) und dem Neigungswinkel: Sparrenlänge = halbe Breite / cos(Winkel). Mit Dachüberstand: Sparrenlänge = (halbe Breite + Überstand) / cos(Winkel). Bei einem 10 m breiten Gebäude mit 35 Grad Neigung und 50 cm Überstand: (5 + 0,5) / cos(35°) = 6,71 m.

Für ein Satteldach: Dachfläche = 2 × Sparrenlänge × (Gebäudelänge + 2 × Überstand). Die Sparrenlänge beinhaltet den Überstand an der Traufe. Die Dachfläche ist immer größer als die Grundfläche, da die geneigte Fläche länger ist als die horizontale Projektion.

Deutschland ist in 5 Schneelastzonen eingeteilt (Zone 1 bis 3). Norddeutsche Flachlandgebiete liegen meist in Zone 1, Mittelgebirge in Zone 2, Alpenvorland in Zone 2a oder 3. Die genaue Zuordnung erfolgt nach DIN EN 1991-1-3 Anhang NA. Ihr Bauamt kann Auskunft geben.

Tondachziegel und Betondachsteine benötigen mindestens 22 Grad Dachneigung. Schiefer erfordert 25 Grad, Bitumenschindeln 15 Grad, Stehfalzblech nur 7 Grad und Trapezblech 5 Grad. EPDM-Folien können ab 2 Grad eingesetzt werden. Bei geringerer Neigung als vorgeschrieben drohen Undichtigkeiten.

Beim Satteldach enden die Dachflächen an den Giebelseiten senkrecht, es entstehen dreieckige Giebelwände. Beim Walmdach sind auch die Giebelseiten geneigt (abgewalmt), sodass keine senkrechten Giebelwände entstehen. Ein Walmdach hat dadurch mehr Dachfläche, aber weniger Wandfläche und ist windstabiler.

Der Dachüberstand schützt die Fassade und den Sockelbereich vor Schlagregen und direkter Sonneneinstrahlung. Üblich sind 30 bis 80 cm. Ein größerer Überstand bietet mehr Schutz, erfordert aber längere Sparren. An der Giebelseite heißt der Überstand Ortgang.

Ein Dach gilt als Flachdach bei einer Neigung von weniger als 5 Grad (ca. 8,7 %). Die meisten Flachdächer haben eine Neigung von 2 bis 3 Grad für die Entwässerung. Zwischen 5 und 20 Grad spricht man von einem flachgeneigten Dach.

Am einfachsten mit einer digitalen Wasserwaage auf einem Sparren oder Dachziegel. Alternativ messen Sie im Dachboden die horizontale Strecke und die Höhe und berechnen den Winkel: arctan(Höhe / Strecke). Es gibt auch Smartphone-Apps mit Neigungsmesser.

Die Kosten variieren stark je nach Material: Betondachsteine 20-35 EUR/m², Tondachziegel 25-50 EUR/m², Bitumenschindeln 15-30 EUR/m², Stehfalzblech 50-90 EUR/m², Schiefer 80-140 EUR/m². Diese Preise beinhalten Material und Verlegung, aber nicht Lattung und Unterspannbahn.