Zwei Wege, im Ruhestand dazuzuverdienen
Wer im Rentenalter arbeiten möchte, steht 2026 vor einer neuen Wahl: der klassische Minijob oder eine reguläre Anstellung mit der Aktivrente. Beide Modelle haben ihre Berechtigung, aber sie funktionieren völlig unterschiedlich. Welches sich mehr lohnt, hängt vor allem davon ab, wie viel Sie verdienen möchten.
Am schnellsten finden Sie es heraus, indem Sie Ihre Wunschzahlen in den <a href="/aktivrente-rechner">Aktivrente-Rechner</a> eingeben und das Ergebnis mit einem Minijob vergleichen.
Der Minijob: einfach und steuerfrei
Ein Minijob ist bis zur Geringfügigkeitsgrenze von aktuell 603 Euro im Monat möglich. Der Verdienst ist für den Beschäftigten pauschal besteuert beziehungsweise steuerfrei, und es fallen keine nennenswerten Abzüge an. Für wenige Stunden pro Woche ist das unkompliziert und bewährt. Der Nachteil: Bei 603 Euro ist Schluss – wer mehr verdient, verlässt den Minijob-Bereich.
Die Aktivrente: mehr Spielraum nach oben
Die Aktivrente setzt genau dort an, wo der Minijob endet. Statt bei 603 Euro liegt die steuerfreie Grenze bei 2.000 Euro Lohn im Monat. Das eröffnet deutlich mehr Verdienstmöglichkeiten, ohne dass Einkommensteuer auf den Lohn anfällt. Voraussetzung ist allerdings eine reguläre Anstellung und das Erreichen der Regelaltersgrenze.
Anders als beim Minijob fallen bei der Aktivrente Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Dafür entfallen nach der Regelaltersgrenze die Renten- und Arbeitslosenbeiträge. Unter dem Strich bleibt vom höheren Lohn trotzdem deutlich mehr übrig als der Minijob je ermöglichen würde.
Ab wann lohnt sich die Aktivrente?
Als Faustregel gilt: Wer nur ein paar Hundert Euro im Monat dazuverdienen will, fährt mit dem Minijob oft am einfachsten. Wer 800 Euro oder mehr anstrebt, profitiert in der Regel stärker von der Aktivrente, weil der gesamte Lohn bis 2.000 Euro steuerfrei bleibt und die Verdienstgrenze viel höher liegt.
Ein Beispiel: Bei 1.500 Euro Lohn ist ein Minijob gar nicht möglich – hier spielt die Aktivrente ihre Stärke voll aus, denn der komplette Betrag bleibt einkommensteuerfrei. Bei 500 Euro dagegen ist der klassische Minijob meist die schlankere Lösung.
Die Kombination im Blick behalten
Grundsätzlich lässt sich ein Minijob auch neben anderen Einkünften ausüben. Wer allerdings die volle steuerfreie Spanne der Aktivrente nutzen möchte, sollte eine reguläre Anstellung wählen. Für die meisten ist es eine Entweder-oder-Entscheidung, die sich an der Höhe des gewünschten Zuverdienstes orientiert.
Fazit
Der Minijob bleibt die einfache Lösung für kleine Zuverdienste, die Aktivrente ist der klare Sieger bei höheren Löhnen. Rechnen Sie beide Varianten mit Ihren Zahlen durch – der <a href="/aktivrente-rechner">Aktivrente-Rechner</a> zeigt Ihnen sofort, wo Ihr Netto-Vorteil am größten ist.
